Geocaching? Was ist das eigentlich?

Geocaching ist ein ursprünglich aus den USA stammendes, inzwischen weltweit bei Jung und Alt beliebtes Outdoor-Spiel, das je nach Spielart einer Schatzsuche oder einer Schnitzeljagd ähnelt. Dabei versuchen die Spieler („Geocacher“) einen versteckten Behälter, einen sogenannten Geocache, mit Hilfe von vorgegebenen geografischen Koordinaten und GPS-tauglichen Geräten zu finden. Weltweit sind etwa 3 Millionen Geocaches versteckt, die von ortsansässigen Teilnehmern nach bestimmten Regeln beschafft, versteckt,  eingemessen und gepflegt werden.

Was hat Geocaching mit Geodäsie zu tun?

Die Geodäsie liefert den Raumbezug (räumliche Position auf der Erde durch zwei- oder dreidimensionale Koordinaten) für viele Anwendungen in unserem Alltag und auch die Grundlage für dieses Spiel. Geocaches befinden sich an Orten, die im Internet mit geografischen Koordinaten genau beschrieben sind. Ohne Geodäsie und die Geodäten gäbe es keine Koordinaten und kein Geocaching. Geocaching verbindet Spaß im Freien mit Geodäsie und Technologie. Spielerisch werden die Teilnehmer an geodätische Themen wie Navigation, Global Positioning System (GPS) und Punktbestimmung herangeführt.

Was ist während der Aktionswoche Geodäsie 2018 vorgesehen?

Anlässlich der Aktionswoche Geodäsie haben sich einige aktive Geocacher zusammengeschlossen, um Aktionen zu entwickeln und durchzuführen, die in der Geocache-Community auf die Geodäsie aufmerksam machen sollen. Das Team besteht aus geodätischen Profis: Vermessungstechnikern, Geomatikern und Vermessungsingenieuren. Offizielle Geocaches, die sich mit der Thematik Geodäsie befassen, werden versteckt und sollen den Findern Einblicke in diese spannende Welt gewähren. Die Geocaches werden Teile einer Serie sein, die quer durch Baden-Württemberg führt, auf der Internetseite www.geocaching.com offiziell gelistet und somit für jeden angemeldeten Geocacher verfügbar sind. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Verstecke zu finden: Einige Geocaches sind mit eindeutigen Koordinaten hinterlegt und können mit Hilfe eines GPS-Gerätes oder einem Smartphone mit entsprechender App direkt gefunden werden. Andere wiederum erfordern mehr Geduld. Entweder müssen auf dem Weg zum Versteck verschiedene Stationen aufgesucht und Aufgaben gelöst werden. Oder es müssen vorab Rätsel gelöst werden. Bei beiden Varianten ermittelt man Zahlen, aus denen man die finalen Koordinaten des Verstecks errechnen muss. Wenn die Suche erfolgreich war, muss man sich als Nachweis vor Ort nur noch in ein Logbuch eintragen und im Internet den Fund unter seinem eigenen Account dokumentieren. Um dem Spiel eine weitere Facette zu geben, werden „Travelbugs“ (TB) in einige Geocache-Verstecke ausgelegt und auf Reisen geschickt. Travelbugs sind kleine, mit offiziellen Geocaching- Codes versehene Plaketten, die an speziell für die Aktionswoche Geodäsie angefertigten Woodcoins (Holzmünzen) befestigt sind und von den jeweiligen Findern von Geocache zu Geocache getragen werden sollen. Dabei haben die Travelbug´s eine Mission zu erfüllen oder einen bestimmten Zielort zu erreichen. Anhand der eindeutigen Nummer können die Informationen abgerufen und die Reise der Travelbug´s auf der Internetseite www.geocaching.com verfolgt werden. Vielleicht kommt ja einer bis nach Australien?

Kontaktdaten

Geschäftsstelle der Aktionswoche Geodäsie Baden-Württemberg
c/o Landesamt für Geoinformation
und Landentwicklung Baden-Württemberg
Büchsenstraße 54  | 70174 Stuttgart
Tel.: +49 711 95980 228

Leiterin der Geschäftsstelle:

Dipl. Ing. (FH) Kathleen Kraus

Hinweis zur Datenschutzerklärung

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